Unser Weg

Was bedeutet heute noch der Begriff einer „unbeschwerten Kindheit“ bevor der „Ernst des Lebens“ beginnt? Frühförderung, musikalische Früherziehung u.a., jeder Entwicklungsschritt unserer Kinder wird überwacht, verglichen und „gefördert“. Die „Norm“ scheint dabei immer enger zu werden: zu still, zu verträumt, zu wild, zu aktiv, zu schüchtern, zu aggressiv, zu zurückhaltend oder zu frech. Kindheit heute ist nicht einfach!

Eltern, Erziehende und Politiker sorgen sich mehr denn je um die „Wettbewerbsfähigkeit“ schon bei Vorschulkindern. Es ist eine große Herausforderung, Kindern mit dem Vertrauen zu begegnen, dass sie lernen wollen.

Über die Entwicklung und das Lernen haben eine Reihe von Pädagogen und Denker geforscht und ihre Erkenntnisse dokumentiert. Es sollen hier nur einige genannt werden:

Maria Montessori geht davon aus, dass jedes Kind alle Entfaltungsmöglichkeiten zur voll entwickelten Persönlichkeit in sich trägt. Sie nennt das den „inneren Bauplan“, der sich unter günstigen Bedingungen aus sich heraus entwickelt. In ihrer Tätigkeit hat sie beobachtet, wie kreativ, vertieft und konzentriert Kinder spielen und arbeiten, wenn sie eine anregende Umgebung vorfinden und nicht gestört werden. Ihr Leitgedanke „Hilf mir, es selbst zu tun“ spiegelt wider, dass durch selbstständiges Handeln die Selbständigkeit erreicht wird.

Dr. Emmi Pikler hat in den 30er Jahren ein damals neuartiges Konzept in der Kleinkindpädagogik entwickelt. Ihr Ansatz war, das Kind nicht zu ständig neuen Bewegungen zu animieren oder ihm zu „helfen“, sondern es alleine seine Bewegungen entdecken zu lassen. Sie erkannte in dem Eingreifen des Erwachsenen eine Entwicklungsbehinderung für das Kind, die zahlreiche Folgeerscheinungen verursacht: Unselbständigkeit, Animationszwang, Konzentrationsschwäche, Antriebs- und Interessenlosigkeit und Abhängigkeit vom Erwachsenen. Sie setzte sich für die Anerkennung des Säuglings und des Kleinkindes als kompetente Persönlichkeit ein.

Rudolf Steiner – Begründer der Waldorfpädagogik – sieht darin ihren zentralen Auftrag in der Erziehung zur Freiheit, in der Unterstützung des Kindes in seiner Entwicklung zu der schöpferischen, freien erwachsenen Persönlichkeit, die es werden will. Kinder entwickeln sich auf allgemeingültigen Entwicklungsgesetzmäßigkeiten, diese gestalten sie aber individuell und einmalig. Rudolf Steiner formuliert die Aufgabe der Pädagogik im Hinblick auf die Menschheitsentwicklung und

Kulturerneuerung: „Nicht gefragt soll werden: Was braucht der Mensch zu wissen und zu können für die soziale Ordnung, die besteht; sondern: Was ist im Menschen veranlagt und was kann in ihm entwickelt werden? Dadurch kann es möglich sein, neue Kräfte aus der heranwachsenden Generation der sozialen Ordnung zuzuführen.“

 

Prof. Dr. Norbert Huppertz,N.- lebensbezogener Ansatz

Das Kind wird im Lebensbezogenen Ansatz ernst genommen als Person – insbesondere mit seinen Bedürfnissen nach: Zuwendung und Bindung, sozialer Einbindung in eine Gruppe, Anerkennung, Bewegung, Erziehung, Bildung und Betreuung usw. Das Kind will in der Gegenwart leben, soll aber auch für die Zukunft lernen. – Die Erzieherin ist (möglichst in harmonischer Zusammenarbeit mit den Eltern) seine verantwortliche pädagogische Begleiterin – professionell und autorisiert, partnerschaftlich und dem Kind zugewandt. Sie schafft eine entspannte sowie anregende Umgebung und hat selber Ziele und Perspektiven eines gelingenden Lebens. Die Erzieherin hat in der Lebensbezogenen Pädagogik eine herausragende Stellung.

In der praktischen Arbeit nach dem Lebensbezogenen Ansatz kommen u.a. die folgenden Formen und Methoden zum Einsatz:

( Quelle: lebensbezogener_ansatz.pdf)

 

Unsere Ziele

  1. Quelle: ANU www.umweltbildung.de

 

Darüber hinaus fördern wir einen guten Umgang mit unserer Umwelt, machen Umwelterziehung und Umweltbildung (Nachhaltigkeit) zu einem zentralen Thema in unseren Wald- und Naturkindergärten. Dazu haben wir uns folgender Haltung verschrieben:

 

Unser Weg führt uns in viele unterschiedliche Richtungen, zeigt uns viele Facetten dieser wunderbaren Welt, der die Kinder staunen und lernen lässt. Und am Ende unseres Weges steht immer das Kind und seine Rolle in dieser wunderbaren Welt.